Husum

Erweiterungsneubau Kreishaus Husum

Projektart
Zweiphasiger Wettbewerb 2019, 1. Preis
Auftraggeber
Kreis Nordfriesland

Im zweiphasigen Wettbewerb um die Erweiterung des Kreishauses Nordfriesland in Husum wurde der Entwurf von Winking · Froh  Architekten mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Der wie selbstverständlich wirkende Neubau überzeugte die Jury durch seine städtebauliche Klarheit und seine funktionalen Qualitäten. Der Siegerentwurf mit dem doppelt abgewinkelten Baukörper knüpft hinter der Rotunde des Kreishauses am bestehenden Erschließungskern an und erweitert so die Büronutzungen auf drei Ebenen. Zum Campuspark im Osten schafft der Neubau eine klare Raumkante und zur Marktstraße einen städtischen Platz. Durch seine große Öffnung im Erdgeschoss verbindet er den Grünzug am Schlosspark mit dem gepflasterten Eingangsplatz. Die skulpturale Kubatur wurde behutsam aus dem kleinmaßstäblichen städtebaulichen Umfeld entwickelt, um wichtige Sichtachsen, wie auf den denkmalgeschützten Wasserturm an der Marktstraße, zu wahren. Hier fügt sich der sandig-graue Ziegelbau maßstäblich ein, während er sich im Osten durch eine Staffel erhöht, um an den Bestand anzuknüpfen. Der Einschnitt im Erdgeschoss am Platz markiert den Eingang in einen viergeschossigen Lichthof mit offenen Galerien und Wartezonen. In seiner Mitte bildet eine nach oben offene Kaskadentreppe das kommunikative Herz des Hauses. 

Mit dem Gewinn für den Erweiterungsneubau des Kreishauses knüpfen Winking · Froh  Architekten an eine Reihe von identitätsbildenden Bauten für die Stadt Husum an. In den Jahren 1987-90 entwarfen und realisierten Prof. Bernhard Winking zusammen mit Asmus Werner das am Binnenhafen liegende Rathaus, welches bereits unter Denkmalschutz steht. Auf einen gewonnen Wettbewerb geht die dreischiffige, transparente Messehalle zurück, welche die Architekten 1997 fertig stellen konnte. Ein weiterer Stadtbaustein entstand 1999 in Sichtweite des Rathauses als Fischrestaurant am Binnenhafen.